11. Mai 2019

WAS IST POSITIVE HR UND WARUM IST SIE FÜR IHR BUSINESS WICHTIG?

Start with Why“ empfiehlt @Simon Sinek in seinem legendären TED-Vortrag, um neue Konzepte emotional wirksam zu vermitteln. An diesen Rat will ich mich halten, um Sie für POSITIVE HR zu begeistern, den neuen Ansatz HR neu zu denken. Also los …

WIR HABEN KEIN ERKENNTNIS-PROBLEM …

Digitalisierung, Globalisierung, Fachkräftemangel, Demographischer Wandel, Regulator, Disruption, New Work, employer branding & employee journey …

Die Flut der Herausforderungen, Trends und buzz words im Business gleicht eher einem Tsunami als einem langen ruhigen Fluss. Und die Komplexität und Dynamik nehmen zu.

Verantwortlichen in der Geschäftsleitung, in der Linienführung, im HR-Management und letztlich als Mitarbeitenden fällt es zunehmend schwerer diesem Druck Stand zu halten, eine positive Orientierung zu behalten und geeignete Wege zu finden.

Das findet sein Echo in den Statistiken des anerkannten Gallup-Institutes das Jahr für Jahr einer großen Zahl an Mitarbeitenden niedriges Engagement bescheinigt, mit den entsprechenden negativen wirtschaftlichen Konsequenzen.

Auch die wachsende Zahl psychischer Belastungen am Arbeitsplatz belegt das so traurig wie eindrucksvoll: In zehn Jahren haben diese sich verdoppelt (s. DIE ZEIT, 26. März 2019).

Burn-out, die Staublunge der modernen Zeit.

Wenn Sitzen ist das Rauchen des 21. Jahrhunderts, dann ist Burn-out die Staublunge der modernen Zeit: Unsere Arbeitswelt ist trotz, oder gerade aufgrund aller technischen Fortschritte immer weniger eine menschengerechte Arbeitswelt, die dem biologischen Erbe, den psychischen und sozialen Bedürfnisse des Menschen gerecht würde.

Vom ersten Hauptsatz des Agilen Manifestes – Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge oft keine Rede.

Die VUKA-Welt frisst ihre Kinder.

Jahr für Jahr bleiben so wirtschaftliche und menschliche Potenziale ungenutzt, werden Ressourcen vergeudet und Geld verbrannt, weil Menschen einander nicht menschengerecht managen und die Kommunikation auf betrieblichen Ziele verengt wird.

… SONDERN EIN UMSETZUNGSPROBLEM

Martin Seligman, Fred Luthans, Kim Cameron und viele andere haben 30 Jahren fundierter Forschung auf dem Gebiet der Positiven Psychologie, Führungs- und Organisations-forschung zahlreiche psychologische Naturgesetze, Praktiken und positive Effekte zu Tage gefördert.

30 Jahren Positiven Psychologie warten darauf im HR-Management anzukommen. Für Menschlichkeit und Wertschöpfung.

Know-how, mit dem man nicht nur dem menschlichen Miteinander im Business einen positiven Drall verleihen, sondern auch mit Zahlen, Daten und Fakten zeigen kann, welcher wirtschaftliche und menschliche Nutzen entstehen würde, wenn diese Naturgesetze beachten werden (s. Lyubomirsky, King und Diener 2005)

Denn es ist möglich mit einem positiven Mindset und positiven Praxis den vielfältigen Herausforderungen erstaunlich gut gemeinsam zu begegnen. Und dabei geht es nicht einfach nur um Belastbarkeit, Stressbewältigung oder Resilienz.

Es geht um mehr Produktivität, mehr Vertrieb, mehr Umsatz, geringere Krankheitskosten, engagiertere, gesundere und glücklichere Mitarbeiter, mit denen man im Team die Herausforderungen der neuen Zeit noch besser bewältigen kann.

Mehr Wertschöpfung und engagiertere, gesundere und glücklichere Mitarbeiter

Dennoch ist dieses Know-how in der Businesswelt und im Personalmanagement immer noch weitgehend unbekannt und ungenutzt sind.

Das zu ändern ist die Mission von POSITIVER HR und professionelles HR-Management mit Positiver Psychologie, Führungs- und Organisationsforschung zu verheiraten.

Auf diesem Weg können Unternehmen produktive, gesunde und glückliche Mitarbeiterinnen finden und behalten, die Wertschöpfung steigern und auf menschengerechte Weise den Unternehmenserfolg nachhaltig steigern.

Nachhaltiger Unternehmenserfolg, positive Arbeitsbeziehungen und menschengerechtes Arbeiten sind danach keine Pole eines Magischen Dreiecks sind gleichwertige Motoren einer Aufwärtsspirale.

WIE SOLL DAS GEHEN? KOMMUNIKATION STATT REVOLUTION

Psychologie klingt manchmal suspekt, positive Psychologie womöglich sogar nach Räucherstäbchenecke, darum lässt sich das Know-how der Positiven Wissenschaften am besten durch professionelles HR-Management und Personalentwicklung in der Führung und im Selbst-Management im Unternehmen verankern und das genau ist dann POSITIVE HR.

POSITIVE HR: Professionelle Personalarbeit kombiniert mit Positiver Forschung

Dazu muss man nicht gleich die eigenen Personalarbeit auf den Kopf stellen, es reicht schon ihr zunächst niedrigschwellig und dann systematisch einen positiven Drall mitzugeben.

Das Herz von HR-Management und Personalentwicklung ist Kommunikation.

Ob medial über Karriereseiten, Stellenanzeigen oder Intranet, ob persönlich in Bewerbungsinterviews oder Mitarbeitergesprächen, ob individuell im Führungsdialog breitbandig in der Unternehmenskommunikation oder ohne Worte, aber mit Euros über Vergütungssysteme und Sozialleistungen. In allen Facetten von HR-Management, Personalentwicklung, Führung und Selbst-Management.

Diese Kommunikation gilt es positiv zu gestalten und zwar

  • Mehr über STÄRKEN als über Defizite, um wirtschaftlich wertschöpfende Aktion zu ermöglichen, statt operative Hektik
  • Mehr über KLIMA als über Erwartungen, damit eine inspirierende Story entsteht, die die Mitarbeitenden beflügelt und positiv ins Unternehmensumfeld abstrahlt
  • Mehr über SINN als über Aufgaben, damit sich das Unternehmen von seiner Mission her organisiert und nicht über hierarchische Befehlsketten.

Das sind nur drei der Schlüsselfaktoren und zahlreichen Tools, mit denen POSITIVE HR zu einer menschengerechten Arbeitswelt und nachhaltiger Wertschöpfung beiträgt.

Worauf man fokussiert, das wird größer

Nur worüber man aktiv spricht, das existiert so wirklich.

Wenn wir auf Gesundheit, Glück und Wohlbefinden der Menschen im Unternehmen fokussieren, dann werden diese produktiver, kreativer und engagierter.

Das ist erleuchteter Egoismus und ein Gebot der Menschlichkeit.